Blogeintrag Detail

Jahres-Neustart - bei verschärften Fußangeln und Handicaps

A) Im BDK-Info III/07 erhielten Sie bereits den Hinweis auf das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bzw. das Risiko des Anspruchsübergangs an die Versicherer.
Empfehlung: Abtretungsverbot nutzen, das Kieferorthopäden vor Honorar-Rückforderungen schützen soll.
Man denke nur an die bürokratischen Schikanen und Nötigungen durch den gegenwärtigen Anfragenterror: Fachzahnärzte sollen wegen willkürlich in Frage gestellter einzelner Leistungen - im Wert nicht selten um 20 € - mit den Post-Scan- & Responderautomaten der PKV korrespondieren - Motto: wer schreibt behandelt nicht und produziert damit keine Erstattungsansprüche.

Mit 2008 ist nun die Novelle des VVG in Kraft getreten. Das neue Versicherungsvertragsrecht gilt für alle ab diesem Zeitpunkt abgeschlossenen Behandlungs-Verträge. Für laufende Verträge gilt das neue Recht ab 1. 01. 2009. Für ein Jahr gelten nun beide Vorschriften. Nutzen Sie deswegen bitte die Musterformulierung in dieser Form:

Abtretung von Ansprüchen aus diesem Behandlungsvertrag an Dritte: Der Patient bedarf hierfür der ausdrücklichen Einwilligung des Kieferorthopäden. Eingeschlossen sind Ansprüche, die auf Rückzahlung eines eventuell zuviel gezahlten Honorars gerichtet wären. Der Forderungsübergang nach § 67 Versicherungsvertragsgesetz (in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) bzw. § 86 Abs. 1 Versicherungsvertragsgesetz (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) ist ausgeschlossen.

B) GOZ-Neu: Die Kieferorthopäden bleiben - gerade auch über den Jahreswechsel - nach wie vor am Ball und sind energisch auf verschieden Ebenen aktiv. Dabei mehren sich Beobachtungen, dass die GOZ-Novellierung - nicht nur aus technischen, sondern aus informations- und wahltaktischen, also den stets vorrangigen politischen Gründen - erst 2009 in Kraft treten soll; dann zusammen mit dem Basistarif und dem Gesundheitsfonds.

 
Seite drucken
Beitrag senden
Zurück