Blogeintrag Detail

JA! - das wird der GOZ-Endspurt,

das BZÄK-Fragezeichen kann weg!
(BZÄK-Klartext, 31.03.08: Neue GOZ- Läuft der Endspurt?)
- Woher wir das wissen?
Na, getimt wie schon 1987: Mit Quartalsbeginn und Ende des Ver.di-Streiktheaters (der Öffentliche Dienst hat seine Beute schnell noch weggeräumt) wird per Anfang April 2008 vom BMG die Verunglimpfungskampagne (I) gegen die Ärzteschaft freigeschaltet. Monatelang war Ulla Schmidt wie weggeschlossen - Gesundheit sollte in den Landtags-Wahlkämpfen nicht zum Thema werden. Plötzlich nun - aus dem OFF - ihr Aufschrei, wieder die Gerechtigkeits- u. Gleichschlecht-Forderung gemäß der Karikatur:
Zwei Krankenwagen stehen vor der Tür, von denen einer noch einsatzbereit ist. Der andere hat ein Rad ab - von Kassen, Seehofer & U .Schmidt abgekartet herbeigeführt und gepflegt. Bei dem funktionstüchtigen Wagen wird jetzt auch die Luft aus den Reifen gelassen, weil alle Patienten, die einen Krankenwagen brauchen, Anspruch auf Chancengleichheit haben.
Wenn das Thema dann tot ist, in ca. 2 - 3 Wochen, folgt die Kriminalisierungsstufe (II), danach voraussichtlich Fotostrecken von Behandlungsfehlern (III) etc. - Das läuft auch in Tschechien nicht anders als hier, in England oder Italien.

Was wäre, wenn z.B...


1) die mediale Wartezeitdiskussion schon am 15. März losgetreten worden wäre?
2)der Ver.di-Streik doch nicht hätte abgeblasen werden können?
3)der Ministerial-GOZ-Bearbeiter eine Reha angetreten hätte?
4) Kampfgebärden der ZÄ/Ärzte parallel zu Ver.di erfolgten
5) ....
6)Vorauszahlung erst ab >10000 €Honorar zulässig würde
7) ....

Auflösung folgt

Hätten Sie's gewußt?

Warum beiben MinisterInnen eigentlich so still, so
sachlich und so unempört, wenn der öffentliche Dienst 10% mehr fordert und bei Nichterfüllung die Lahmlegung von Krankenversorgung, Flughäfen oder der Republik androht? - Noch zum Lokführerstreik hatten doch so gut wie alle ihren Moralin-Senf geben mögen.
Lösung: Sie lassen streiken. Beamte profitieren i.d.R. von kongruenten Prozentzuschlägen wie zuvor von Ver.di ertrotzt. Minister sind zwar keine Beamten und es gibt keinen Grund, die Ministerbezüge an die Beamtenbesoldung zu koppeln. Gleichwohl ist es so. Knapp 1200 Euro Gehaltsplus gibt's dann für Bundesminister. Ab 2008 würden die Minister-Bezüge auf rd. 13 300 Euro pro Monat steigen. Ab 2009 kämen noch mal ca. 370 Euro dazu. Dazu kommen Diätenerhöhungen bei MinisterInnen mit Bundestagsmandat. Für Ulla Schmidt und Frau Dr. v.d. Leyen steigen die Diäten um je 330 Euro. Die Gesamtbezüge erhöhen sich damit von 16 325 auf 17 475 Euro in 2009.
Wenn schon abstrukturierende Neuregelung von GOZ/GOÄ, dann Erstattung koppeln an gleichsinnige Neuregelung der Ministerversorgung, die - hoch dringlich - seit langem aufgeschoben wird. Man will aber das Gegenteil; die Reduktion der Beihilfe- /PKV-Erstattung soll anschließend durch ein noch mehr bei der opulenten Alimentierung überkompensiert werden. Deswegen muss die Zahnheilkunde halt noch vorher dran glauben. (Vor der heissen Phase der GOÄ - ab ca. 2011 - wiederholen wir das Kapitel aber noch mal.)

 
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