Blogeintrag Detail

GOZ-Neu-Prognostik in der DZW 16/08

A) Defätismus oder Realismus? - Gleichwohl, die Kieferorthopäden haben - aufgrund Vorinformationen und Sorge über den Zwischenbefund - in diesem Monat noch einen Termin im BMG fixiert. Dabei in Kauf nehmend, dass Ihnen die Reisekosten dafür später von Einzelnen angekreidet werden, weil " eh alles abgekartet und fertig, können die sich sparen!".
B) Eine häufige Frage: Warum ist unser Gebührenwesen der parlamentarischen Kontrolle entzogen?
Antwort: Zahnheilkundegesetz § 15 [Gebührenordnung für Zahnärzte]: (1) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Entgelte für zahnärztliche Tätigkeit in einer Gebührenordnung zu regeln. (2) In dieser Gebührenordnung sind Mindest- und Höchstsätze für die zahnärztlichen Leistungen festzusetzen. (3) Dabei ist den berechtigten Interessen der Zahnärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten Rechnung zu tragen.
D.h.: Allenfalls eine Änderung des Zahnheilkundegesetzes zur rechten Zeit (am besten und sofort mit den ersten Erfahrungen durch GOÄ 82/GOZ88) hätte die parlamentarische Kontrolle, Votum und direkten Einfluss von Mitgliedern des Bundestages, des Gesundheitsausschusses zum Wohl und Wehe der Wähler und Bürger sichern können. - Ob allerdings MDBs für ein chronisch und zwangsläufig defizitäres System in die Pflicht genommen werden möchten?
Der Termin für die Veröffentlichung des Referentenentwurfs ist weiterhin offen - der BDK wird Sie rechtzeitig über die realen Inhalte informieren, eine Übergangsfrist schafft ausreichend Zeit auch für Sie und Ihr Team. Vorzeitige "Informationsangebote" sind derzeit eher kontraproduktiv für den Berufsstand. Kostenlose Infoveranstaltungen Ihres BDK sind vorbereitet.

 
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