Blogeintrag Detail

Aus der Geschichte lernt, wer sie kennt und nutzen kann -

 - wer zu spät kommt, ... (Bild = Nostalgie-Logo, München 1987)
Beispiel GOZ 88: Nur Bayern hat 1987 im Bundesrat dagegen gestimmt und Nachbesserungen gefordert. (Die CSU / F.J. Strauß regierte mit überragenden 56,6 %. Nordrhein-Westf. - damals SPD - hatte übrigens 1987 schon die BEMA-Analogie verlangt.
Begründung: Na? Doch, wirklich!! - Begründung schon damals: "Abschaffung der 2-Klassenmedizin!"  - gähn).
Der Reihe nach: 6 Wochen nach dem Referentenentwurf vom 09.04.87 hatten die Zahnärzte - von der arrogant-chaotischen Abbürstung bei der "Anhörungs"-Veranstaltung enttäuscht - am 27.05.87 an die Staatskanzlei geschrieben. Nachdem 1 Monat später gleichwohl die Bundesregierung die GOZ beschlossen, verabschiedet und über die Sommerpause an den Bundesrat geleitet hatte, brachten sich die Zahnärzte am 19.07.87 nochmals beim Freistaat in Erinnerung - quasi in bereits aussichtsloser Lage.

Lehren daraus für 2008:
1)
Diesmal dürften es - wie beim vorletzten Mal, zur BUGO 1965 - durchaus mehr Nachbesserungsverlangen bzw. Gegenstimmen im Bundesrat werden.
2) IUK- & DGKFO-Mitglieder sowie die IUK- u. BDK-Bundesvorsitzende, Dr. Mindermann selbst, waren deswegen schon zeitig auch an die bayerische Staatsregierung herangetreten.
3) .... | 4) .... ( alles zu seiner Zeit )
Gerade wegen der erfahrungsgemäß vielwöchigen Vorbereitungs- und Anbahnungszeit für tragfähige Politische Arbeit wurde der BDK-Bundesvorstand u.a. auf diesen Seiten seit 2006 nicht müde, auch an die Aktivität und Kooperation der BDK-Landesvorsitzenden & -verbände zu appellieren. Zugegeben, es mag nicht einfach sein, wenn einen niemand kennt und umgekehrt. Trotzdem bauen wir zusätzlich auf noch zu schaffende Polit-Kontakte der Landesverbände. (Ausserdem zugegeben: In Baden-Württemberg kam es gerade in dieser Woche zu einer -- für FZÄKfo und vor Monaten nicht absehbaren -- Kabinettsumbildung).

Wir zitieren dazu in den kommenden Wochen in loser Folge erfahrene, nach wie vor engagiert praktisch tätige Zeitzeugen sowie Texte aus umfangreichen Archiv-Unterlagen [u.a. den sehr detaillierten Einzelleistungskommentierungen & Stellungnahmen von BZÄK + KZBV zur GOZ- 88-Regierungsvorlage u.v.a.m.]
Start: am Mo. 09.06.08 mit dem 3-seitigen Schreiben des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten, F.J. Strauß vom 29. Juli 1987, abgefasst nach der Zahnärzte-Hörung am Vortage in der Prinzregentenstraße (Herren ZÄ Dr. Zedelmaier, Schongau, Dr. König).
Mit besonders großformatigen Karikaturen und Zitaten eben daraus dokumentierte u.a. die Münchener 
(Bsp. 12.08.87) die bissigen Attacken aus der bayerischen Staatskanzlei gegen den damals verantwortlichen Arbeits- und Sozialminister Blüm, vertreten durch dessen Staatssekretär Jung. PRmäßig durchaus noch hilfreich und auch aus heutiger Sicht noch passend! Aber mittlerweile - mehr als 3 Monate nach dem Referenten-Entwurf und Wochen nach dem Kabinettsbeschluss - viel zu spät. Für die Zahnärzte und Kieferorthopäden konnte diese gut und ehrlich gemeinte Hilfe nichts mehr wenden.
Schon mal vorab sei vom Vergleich der GOZ-Entstehung 1987 gegenüber 2008 angekündigt
: Nichts Skandalöseres, nein, - viel schlimmer: Nichts grundsätzlich Neues unter der Sonne - weder von Zahnärzten noch vom BMG.
Von uns Fachzahnärzten für Kieferorthopädie allerdings schon!
------------------------------
NB. Aktuelle Kontakte dieser Tage und vorliegende Schreiben der Staatskanzlei an Dr. Mindermann und Prof.Dr.Dr. Scherer, ebenso wie weitere Terminierungen unterliegen bis nach In-Kraft-treten einer GOZ-Neu dem Vertrauensschutz, d.h. absolute Vertraulichkeit.

 
Seite drucken
Beitrag senden
Zurück