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GOZ88 - Retro






Auszüge aus dem kraftvollen Text im 3-seitigen Schreiben des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten, F.J. Strauß v. 29. Juli 1987:
Die bayerische Staatsregierung verurteilt auf das schärfste die vom Bundesarbeitsminister geübte Diffamierungspraxis und Hetze gegenüber einzelnen Berufsgruppen, als für das soziale Klima abträglich. .... Sie wird jeder (Gebührenordnung) in der von der Bundesregierung beschlossenen Fassung nicht zustimmen.
…. Gummiparagraph …. unpraktikabel und lebensfremd und berücksichtigt weder die Interessen der Zahnärzte noch der Patienten. Bayern wird stattdessen im Bundesrat dafür eintreten, dass der Zahnarzt auf Wunsch des Patienten diesem die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung, zwischen den Patient wählen kann, und die damit verbundenen Kosten aufzeigen soll. Damit wird im Interesse von Zahnarzt und Patient auch die Vertrags- und Therapiefreiheit sichergestellt. ....
In der Kieferorthopädie müssen … wahlweise oder ergänzend, die Materialkosten gesondert berechnet werden können. Eine Absenkung der Vergütung für die Kieferorthopäden von 23 bis 33% ist für eine Berufsgruppe, die sich auf ein bestimmtes Fach spezialisiert hat, nicht zumutbar; eine Verweisung auf Ausweichmöglichkeiten in andere Leistungsbereiche ist schlicht unseriös. .... auch wollen wir eine Gebührenordnung, die den hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens und die Qualität der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung entspricht, die Therapiefreiheit gewährleistet und eine Weiterentwicklung der Zahnmedizin sichert...

 
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