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BMG: Kostenneutralität bei Umstellung von GOZ88 > GOZ-Neu?

Aus den Anhörungen im BMG habe sich bisher zumindest keine definitive BMG-Absicht in Richtung Absenkung des "Gesamt-Budgets Zahnmedizin" ergeben.
Derartige Beruhigungs-Verlautbarungen provozieren bei Kieferorthopäden die
Alarm-Stufe ROT!

Auch in anhaltender Unkenntnis der Punktwerte: Gezielt abzuwehren ist jetzt eine weitere Umrelationierung zu Lasten des Abschnittes KFO, wie 2003 mit dem BEMA04 geschehen (Abwertung der KFO-Leistungen um > 35%).
Falls eine Interessengruppe tatsächlich wieder mit den üblichen Schadensbegrenzungs-Ausreden reüssieren will: "Mehr war nicht machbar - es hätte noch schlimmer kommen können...".
Der BDK stellt dazu nochmals klar:
1) Die KFO ist im jetztigen Entwurf massiv fehlrelationiert und insgesamt unterbewertet gegenüber den übrigen Abschnitten der GOZ-Neu.
2) Leistungshonorare müssen zum Einfachsatz
sicher kostendeckend sein - inklusive ärztlichem Zeitaufwand, Zeit für Dokumentation, Rüstzeiten, Leistungserfassung und -überwachung bis zum Zahlungseingang (horribile dictu: schon für beamtete Ministeriale und die Öffentlichkeit heute gar nicht mehr selbstverständlich. Die banale Erkenntnis und Erinnerung aus dem PGW-Unterricht der [ideologiefreien] Schulen, dass nur Gewinne die - gerade für die Medizin geforderten - Innovationen und Investitionen auslösen können, ist in der ideologiebefrachteten Gebührendiskussion zu viel verlangt).
Stoppuhr/Zeitnahme nur am Behandlungsstuhl war eine - vom BDK enttarnte - Masche der absurden Zeitmess-Studien zum BEMA04.- (Wer verantwortet die eigentlich und steht noch dazu?)
3) Für uns Fachzahnärzte, denen andere Leistungsbereiche (noch) durch Selbstverpflichtung weitgehend verschlossen sind, ist Ausweichen nicht möglich.
4) KFO-Abschnitte einer GOZ88 und einer GOZ-Neu sind als in sich geschlossenes Segment zu betrachten.
5) Auf gut Deutsch:
a) Keine Augenwischerei (wie bei der GOZ88 geschehen) mit Höherbewertung seltener Positionen, Absenkung regelmäßig anfallender Positionen!
>>> Solche Tricks in einer GOZ-Neu blockieren die zukünftige KFO-Versorgung von 90% der Versicherten. <<<
b) Für Denkmodelle der Kostenneutralität gilt diese gerade für den Abgleich der KFO-Abschnitte.
c) wenn schon - ohne Anhebung auf heutige Standards - lediglich Kostenneutralität einer Umstellung, dann konsequent und bezogen auf die KFO.

 
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