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BDK-PR & Sacharbeit (II): Sympathieträgerinnen der Geschäftsstelle

Frau Böttcher
Frau Obermeyer, Frau Ehrhardt, Frau Schuricht

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Bayern will medizinische Zentren stoppen - HANNOVERSCHE ALLGEMEINE/Von Bernd Knebel
Bundesratsinitiative soll freiberuflichen Ärzten Vorrang vor Konzernen geben

Von Bernd Knebel Berlin. Bayern will über den Bundesrat per Gesetz den bundesweiten Siegeszug der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) stoppen. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Zahl solcher Zentren, in denen Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach zusammenarbeiten, von 948 auf 1023 mit zusammen 4400 Ärzten gestiegen. Die Zentren werden zum Teil von großen Kapitalgebern mit angestellten Ärzten betrieben.?Laut einem Antrag, den Bayern jetzt im Bundesrat eingebracht hat und der dieser Zeitung vorliegt, soll der ambulanten Behandlung der Patienten durch den freiberuflichen Arzt wieder ein klarer Vorrang vor der Behandlung in medizinischen Versorgungszentren eingeräumt werden. Deshalb sollen solche Zentren ausschließlich von Ärztegesellschaften betrieben werden können, in denen freiberufliche Ärzte mehrheitlich das Sagen haben und Gewinne auch nicht an Dritte fließen dürfen. Für (schon) zugelassene medizinische Versorgungszentren ist eine Übergangsregelung vorzusehen, heißt es in dem Vorstoß Bayerns im Bundesrat.?Der Freistaat steht seit Monaten unter großem Druck der bayerischen Kassenärzte, die öffentlich gegen die Übernahme der ambulanten ärztlichen Behandlung durch diese Versorgungszentren in der Hand großer Kapitalgesellschaften zu Felde ziehen. Vor allem der Hausärzteverband verlangt von der CSU-Staatsregierung, die im September Landtagswahlen bestehen muss, ein schnelles Einschreiten. Die Hälfte der bayerischen Kassenärzte hat bereits mit der Rückgabe der Kassenzulassung gedroht.?Der innerärztliche Streit über die Form der ambulanten Behandlung dürfte sich jetzt noch erheblich verschärfen, denn die Kassenärztliche Bundesvereinigung als amtliche Vertretung der 149 000 niedergelassenen Ärzte hat mit dem privaten Gesundheitsunternehmen Rhön-Klinikum AG einen Rahmenvertrag über die wohnortnahe flächendeckende Versorgung geschlossen. Danach sollen freie Kassenärzte und medizinische Zentren zusammenarbeiten. Die Rhön-Klinikum AG betreibt neben 47 Kliniken auch 18 medizinische Versorgungszentren. Der Klinikkonzern beschäftigt bei einem Umsatz von zwei Milliarden Euro mehr als 32 000 Mitarbeiter.?Der Chef der Rhön-Kliniken, Wolfgang Pfähler, sagte laut Medienberichten auf der Hauptversammlung, das Unternehmen wolle bei der ambulanten und stationären Behandlung Vollversorger werden. Es solle regionale Versorgungszentren mit jeweils bis zu 50 Ärzten geben. Dafür sollen niedergelassene Ärzte angeworben werden, die ihren Kassenarztsitz gegen eine aktive Beteiligung an dem Versorgungszentrum eintauschen. Die Ärzte blieben in den Zentren weiter tätig und sollen bis zu 49 Prozent der Anteile halten können. Sie profitierten finanziell sowohl von der ambulanten als auch von der stationären Versorgung.

 
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