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Parallelen

Tierhalter wissen, seit 08.07.08 gelten bei den Veterinären neue Gebühren. Danach ist beispielsweise die Allgemeine Untersuchung zum 1fach-Satz mit 12 Euro bewertet (zum 3fach-Satz entsprechend 36 Euro). Die Operation eines komplizierten Beinbruchs bei Hund oder Katze ist mit 343,59 Euro zu honorieren. Dazu kommen die Gebühren für Voruntersuchung, Narkose, Nachsorge sowie Medikamente & Verbrauchsmaterial. Die Beschwerden der Tierärzte blieben beim Verordnungsgeber bekanntlich ungehört, die Contra-Lobby schien erfolgreicher. Krankenversicherungen für Tiere bietet nun auch jener Konzern an, der gerade uns Kieferorthopäden ein Unmaß an nutzloser Schreiberei und Richtigstellungen zumutet mit seinem, an Sarkasmus kaum noch zu überbietenden Ablehnungsmanagement.
Ein große deutsche Tageszeitung druckt heute übrigens den Leserbrief einer Tierärztin:
Im Artikel "Der Tierarzt wird teurer" in der F.A.Z. vom 8. Juli über die Erhöhung der GOT (Gebührenordnung Tierärzte) um zwölf Prozent blieb unerwähnt, dass auf tierärztliche Rechnungen zusätzlich der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zu entrichten ist. Da die letzte Gebührenordnungserhöhung vor mehr als zehn Jahren vorgenommen wurde und die Kosten in Tierarztpraxen seitdem um etwa 40 Prozent gestiegen sind, wären auch die von der Bundestierärztekammer jetzt geforderten 28 Prozent Gebührenerhöhung nicht ausreichend. Es ist nicht einzusehen, dass der Bauernverband bei den Gebühren für die tierärztliche Versorgung von Kleintieren und Exoten (da es nur eine gemeinsame Gebührenordnung gibt) nicht nur das Recht zu kritisieren hat, sondern ein gewichtiges Wort bei der Gebührenfestsetzung mitzureden hat.

 
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