Blogeintrag Detail

Für GOZ-Versteher:

Die Beihilfe soll den Betrag abdecken, den die private Krankenversicherung nicht zahlt. Abhängig vom gewählten häufig billigsten PKV-Tarif bis zu 70 Prozent der Behandlungskosten.
Nun, ein vierter Versorgungsbericht der Bundesregierung sei in Arbeit. Nach dem letzten (dem dritten) Versorgungsbericht für das Jahr 2002 wandten die Länder 2,3 Milliarden Euro, der Bund 0,8 Milliarden Euro für die Beihilfe auf. Von den 1,6 Mio. Versorgungsempfängern besolden die Länder schließlich über 70%. Die Länderinnenminister mit ihren klammen Länderkassen machen nach oben, also gegenüber dem Bund, den selben Druck wie die Beihilfestellen nach unten, auf ihre Beihilfeberechtigten.
[Es soll 2008 noch Praxen geben, die sich dieser Binnen-Konflikte (Beamte v. Dienstherrn) annehmen, gar Anwälte damit beschäftigen wollen. NB: Die Beihilfe sei nicht dazu da, eine etwaige unzulängliche Alimentation auszugleichen entschieden eben die Richter des Bundesverfassungsgerichts (selbst Beamte). Ein Beamter hatte auf "lückernlose" Erstattung seiner Aufwendungen im Krankheitsfall geklagt.]
Wie werden sich die Länder als treibende Kraft in Beihilfedingen im Bundesrat also aufstellen bezüglich einer GOZ-Novelle?

Die PKVen rechnen dem BMG vor, sie hätten schon im Jahr 2003 z.B. 8,5 Milliarden Euro mehr für Kliniken, Ärzte, Zahnärzte und Rezepte erstattet, als es dem Niveau der GKV entsprochen hätte. Vor allem in der ambulanten Behandlung hätten die Versicherer große Unterschiede ausgemacht. 2003 hätten die privat Versicherten 6,5 Milliarden Euro für Honorare gezahlt. Das seien 3,7 Milliarden Euro mehr, als die (Zahn-)Ärzte für die entsprechenden Kassen-Behandlungen hätten ansetzen können.
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