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Qualität zukünftig Verlangensleistung gem. § 2(3) GOZ (I)?

Der BDK ist immer wieder mit einer bedrohlichen Ignoranz im Vorlauf der GOZ-Novelle konfrontiert. Wie wenig ernst die Lage und Tragweite von Volksvertretern, Versicherten und Beihilfeempfängern (den Wählern also) und leider vereinzelt auch von KollegInnen wahrgenommen wird, zeigt nicht nur das gerade kieferorthopädisch relevante Beispiel aus dem Prolog zum Abschnitt G (KFO):
Als Standardmaterialien gelten: unprogrammierte Edelstahlbrackets, unprogrammierte Attachments und Edelstahlbänder ....Für darüber hinausgehende Materialien können die Mehrkosten für diese Materialien gesondert berechnet werden, Handelt es sich bei der Verwendung der Materialien um eine Verlangensleistung nach § 2 Abs. 3 dieser Verordnung, ist dies in der Vereinbarung zu vermerken.
Die Deutungshohheit, wo die Verlangensleistung anfängt, wird nach jahrelangen Verfahren ( ~2014) schließlich dem Bundesgrichtshof, dem Bundesverwaltungs und - Bundessozialgericht zufallen. Jegliche Erstattung würde - wie Verlangensleistungen heute auch - damit ausgeschlossen.

Dies dürfte weitere, hohle Geschäftsmodelle der Assekuranz kreieren, bei denen sich die Versicherer wie heute gängig wieder leistungsfrei stellen. Bei 9 von 10 Anfragen von verzweifelten Versicherten (allerdings auch von Kollegen) an die BDK-Geschäftsstelle / -Gebührenreferat bleibt es beim Null-Zuschuss aus Zusatzversicherungen oder nach Tarifwechseln. Dass Versicherte in diesen Fällen sich von Versicherungsagenten regelmäßig, mehr oder weniger getäuscht geben, gehört hier nicht gewürdigt. Es wird nur erwähnt zur Warnung für die Kollegenschaft, sich nicht in Streitereien im Binnenverhältnis Versichersicherungsnehmer <=> Versicherung verwickeln zu lassen.

 
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