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Diese und kommende Wochen: ZahnZusatzversicherungen forciert in den Medien, auch in den zahnärztlichen.

a) Nach einem GOZ-Referenten-Entwurf mit BEMA-Umsetzung "eins zu eins" werden Akzeptanz und Verkauf von Privatversicherungen eigentlich unmöglich, weil auch den Letzten einleuchtet: 1 - 1= 0
> ergo:
GOZ-Neu minus BEMA = NULL. Tarifbedingungen beziehen sich schließlich auf die Gebührenordnung in der "jeweils geltenden Fassung ". Die Brisanz der GOZ-Novelle und ihrer Programmierung dokumentiert sich dadurch, dass ganz oben noch gezögert und die Referentenversion keinesfalls vor der Bayernwahl rausgelassen und zur Wahlkampf-Debatte werden darf. Das Potential zusätzlicher Protestwähler - gerade aus der Beamtenschaft - wird also von den etablierten Parteien in Bund und Ländern durchaus realistisch bis ängstlich eingeschätzt.
Die abgestimmt von der PKV bestellten und forcierten Medien- und Artikelserien beschränken sich auf's Thematisieren, lassen alles offen und bleiben insoweit fair, als z.B. der FOCUS (Titel-Thema) zum Abschluss den Bund der Versicherten zitiert (S. 78):
" Lieber Geld zurücklegen, um Behandlungen selbst zu zahlen."
Der GONG empfiehlt immerhin und ausdrücklich, den höchsten Steigerungsfaktor zu versichern.
NB. Die Neufassung der Beihilfe-Bestimmungen zur GOZ-Neu ist bereits abgeschlossen und wartet auf Drucklegung! (Die wissen halt schon mehr als wir - offiziell).

b) Völlig ratlos möchte sich z.B. Frau Puvogel nun wegen Zusatzversicherungen bei der Verbraucherzentrale beraten lassen. Was kostet dort die persönliche Beratung? - Während Fach(zahn)-Ärzte [auch Chefärzte] die GOÄ-Nr.1, Beratung, 1fach-Satz 4,66 € maximal 1x//Monat berechnen können, beginnt für die "Fachkraft" bei der Verbraucherzentrale die Gebührenspanne bei 10 € und steigert sich unbudgetiert nach Aufwand. - Schwellenwert ~ 25 €/ je Beratungstermin.
Beansprucht Frau Puvogel noch eine Diätberatung durch die "Fachkraft" bei ebender Verbraucherstelle, so zahlt sie jedenfalls die Eingangsgebühr von 40 € und zwar für jede Sitzung, während Fach-Ärzte für Ernährungsberatungen (mindestens 20 min je Sitzung und inkl. Bezugsperson) höchstens 2x je Halbjahr die GOÄ-Nr.34 (1fach-Satz 17,49 €) berechnen können. Zusätzlich und dazu kommt noch das Ping-Pong-Ritual jeder ärztlichen Bemühung |: Nachfrageterror & unendliche, schikanös-verleumderische Schriftwechsel von PKV / Beihilfe :|.

 
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