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"Bürokratie kann nur wachsen", heißt es.

Ja, der GOZ-Entwurf und die Entwicklung der Gebührenordnungen in Deutschland bestätigen diese These lücken- und ausnahmslos: Und zwar In Textvolumina, Regelungsdichte, Regelungskonflikten und Ausrichtung auf staatswirtschaftliche Belange.
Jeder Bürokrat wird deswegen einer BEMA-GOZ den Vorzug geben.

Von Ministerialbeamten über's Knie gebrochener, blinder Transfer unerkannter und ungelöster Skurrilitäten der GKV-Verträge, GKV-Richtlinien, SGBV-Vorgaben beschäftigt und überfordert mit einer GOZ-Neu noch mehr einzelne unerfahrene Amtsrichter (s.gestern), bei denen 90% der Gebührenstreitfälle landen. Die Streitwerte der Zahnheilkunde liegen nun mal sehr selten oberhalb 5.000 €. Wenn mit einer GOZ-Neu Vorauszahlungen tatsächlich erst ab 10.000 € zulässig werden sollten, landen nur noch Schmerzensgeldforderungen bei spezialisierten Land- und Obergerichten.

Im Übrigen sind die Richter eben zu dieser Zeit auch mit ihren Bezügen unzufrieden und verlangen ihre Höherbesoldung - etwa im Niveau der Fluglotsen ihrer Altersgruppe ( 7 - 11.ooo €/Mo., x 13).
Unfairness und markanter Unterschied in der Einkommens-Debatte zwischen Ärzten und wohlversorgten, ruhestandsgesicherten Richtern
: Sobald sich Richter ins Gespräch bringen, werden zum Vergleich stets die Bezüge von Spitzenjuristen in international agierenden Spitzenkanzleien, Industrievorständen und Aufsichtsräten bemüht.
Wenn aber, wie jüngst, freiberufliche Einkommen aus eigener Arzt-Praxis
(nach entsprechender Investition/Verschuldung und Schaffung von Arbeitsplätzen, Unternehmerrisiken etc.) in die öffentliche Diskussion gelangen, kommt als erster Vergleichs-Wert der Durchschnittsbruttoverdienst des vollbeschäftigten Arbeitnehmers (um 3.000 €/Monat).
[Abgeordneten-Diäten (MdB) liegen bei 9 - 10.000 € und höher.]

 
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