Blogeintrag Detail

Referentenentwurf auch von Kieferorthopäden "in toto" abgelehnt - warum?

ALLGEMEINE LEISTUNGEN (Auszug aus den österreichischen Autonomen Honorarrichtlinien - AHR / Kassen - z.Z. vor nächster Anhebung )
Differenz GOZ-Neu gegenüber Österreich = minus 56%.

Seit 2005, mit Aufnahme der GOZ-Neu-Thematik beim BDK, wiederholt dieser Bundesvorstand stetig und unüberhörbar:
Vom BMG unbestritten kommen im benachbarten, deutschsprachigen Ausland zur kieferorthopädischen Standard-Diagnostik die selben Geräte und Methoden zum Einsatz. Gleiche Qualifikation und Kostenstruktur stehen ebenfalls ausser Frage. Trotzdem hat das BMG noch nicht erklären können und wollen, wie es zu seinen KFO-Leistungsbewertungen kam.
Arroganz der Macht?

Im Entwurf ist eine vierjährige, festsitzende Privat-Behandlung in Deutschland mit weniger als der Hälfte des österreichischen Ansatzes für eine gleichartige Kassen-Behandlung angesetzt.

1) Einzel-Beispiel:
Fernröntgenseitenbild (063) + Analyse (605)


Den Verweis auf die Schweiz unterlassen wir mal, sonst wiederholt sich das Malheur aus 2003.
Zwecks Kreation neuer, völlig überflüssiger Positionen für den Bema04 waren dort unverstandene KFO-Leistungstexte (z.B. 128x/129) abgekupfert worden. Mehr Neu-Beschreibung, ausser gekungelter Abwertung, war in der Kieferorthopädie bekanntlich nicht! Bei den Leistungsbewertungen sind den selbsternannten
"Wissenschaftlern" auch noch die Kommata nach links verruscht. Solchen Slapsticks wollen BMG und Regierung auch noch Verordnungskraft verleihen. Gesetzliche Kassen und PKV lachen sich eins.

2) Fall-Beispiel:
Wer die Berechnungsmuster des BDK für seine Praxis ausgefüllt und begriffen hat
*), weiss, dass eine komplette Multibandbehandlung über 3+1 Jahre in Deutschland NICHT und NIE für weniger als die Hälfte der Gebühren in Österreich (für 3 Jahre) zu haben ist.
*) auch Erstattungsstellen und BMG haben mittlerweile

Hierzu ein Beispiel aus der Grenzregion Bayerns:
Kieferorthopäden in
Freilassing werden ihre Kollegen in Salzburg (ca. 3 - 8 km) ebenfalls nicht um die Hälfte unterbieten - können.
Ergo: Verordnungsgeber und Erstatter denken an Konsumgutscheine / Zuschüsse o.ä. -
Eine Beihilfe- u. Erstattungsordnung also, losgelöst von realen und westeuropäischen Vollhonoraren.



  _

Der GOZ-Neu-Entwurf mit seinen Kürzungen & bürokratischen klein-klein Schikanen gegenüber Erstattungsberechtigten und Behandler, ein Schildbürgerstreich! - Ein NO GO nicht nur für die kieferorthopädischen Praktiker und Kliniker in Grenzregionen - soweit gerade die sich nicht ohnehin schon anderweitig und zusätzlich orientiert haben.

Noch eins: Beihilfe und die globalen Player unter den PKVen (Allianz etc.) erstatten die Auslandshonorare ganz normal, - z.B. bei den beamteten dt. Diplomaten.

 
Seite drucken
Beitrag senden
Zurück