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Mindestlohn-Diskussion bei Entlohnung von Zahnarzt-/FZA- & Mitarbeitern angelangt.

003 Beratung > 10 min. 004 Beratg.+ Bezugsp > 15' 401 PA-Befund- > 30' 701 Klin Fu-Analyse > 45' 725 Anleitg. z.Übungen >15'

Keine GOZ-Polemik - sondern der Nachweis beamteter Realitätsverleugnung im BMG!
Mittlere Kosten für Miete, Praxiseinrichtung, Materialien etc. belaufen sich für Zahnarzt-Praxen per anno auf ca. 115.000 € (PROGNOS). Das wird auch vom BMG nicht angezweifelt.
Wohlgemerkt: Die Entlohnung, die Zahnarzt sowie 2,5 Mitarbeiter + 1 Azubi ernähren soll, sei für dieses Rechenexempel (speziell für Politiker, Nicht-Kaufleute also) mal weggelassen, d.h. die Personalkosten werden für dieses Beispiel schlicht auf 0 (Null) gesetzt.
Mit nebenstehenden 50 € pro Stunde müsst eine Zahnarzt-Praxis trotzdem 2.300 Stunden lang pro Jahr pausenlos beraten, Funktion analysieren etc., um allein die fixen jährlichen Praxiskosten von 115 000 € begleichen zu können.
Mit anderen Worten: Zahnarzt + Team dürften nicht nur keinen Euro bekommen, sondern müssten wie am Fließband 54 (!) Wochen im Jahr volle 42 x 60 Minuten pausenlos am Patienten tätig sein.
Die Jahresarbeitszeit deutscher Vollzeit-Beschäftigter liegt übrigens bei 1.750 Stunden = knapp 42 Wochen à 42 h am Arbeitsplatz.

Keine einzige GOZ-Nummer ist bis heute ausgewiesen als
zum Einfachsatz erbringbar.
Mit 2,3 multipliziert wird im Referentenentwurf daraus eine aus der Luft gegriffene Behauptung,
die mit §5 Abs 2, Satz 4 zu einer Rechts-Verordnung für die kommenden 20 Jahre werden so
ll:
" Der 2,3fache Gebührensatz bildet die nach Schwierigkeit und Zeitaufwand
durchschnittliche Leistung ab; ein Überschreiten dieses Gebührensatzes ist
nur zulässig, wenn Besonderheiten der in Satz 1 genannten Bemessungskrite-
rien dies rechtfertigen." - Das sei Ordnungspolitik.
Nein, nur lauter Luftnummern und gerade in diesen Zeiten - staatlich verordnet.
Einfachsätze, wie die nebenstehenden, bezwecken jedenfalls nur eine absichtliche Irreführung und Täuschung zunächst von Entscheidungsträgern in anderen Ressorts (BMG-inside: das merken die doch gar nicht), im Kabinett, im Bundesrat, dann von Journalisten & Medien und damit der öffentlichen Meinung, d.h. Verdummung der Bevölkerung - in Wahlzeiten zählt nur die Wählerschaft. Mal sehen, wie's im Wahlkampf ankommt, oder bei den Multiplikatoren wie Verbraucherzentralen aber auch im TV / bei "Frontal 21, Hart-aber-Fair" u.a.
- Sicher: Dieses BMG ist für seine Unaufrichtigkeit & Tricksereien bekannt und viel gescholten:
Wer - als Beamter - denkt sich sowas aus und lässt es als Referententwurf publizieren?
Wer bezahlt klaglos solche "Kräfte"? - Wir!
Wer übernimmt nun für derartigen Unfug persönlich die volle politische Verantwortung“?
Welche Partei findet die Kraft, solche mafiös-ideologische Korruption zu überwinden?
Welche politischen Kräfte können diese GOZ noch vorm Kabinettsbeschluss stoppen?
Welche - gemeinsamen - soliden Wahlaussagen des bürgerlichen Lagers zu einer GOZ braucht die Familie für ihre behandlungsbedürftigen Kinder, braucht der Versicherungsnehmer, der Beihilfeberechtigte, der praktisch tätige Heilberufler?

 
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