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«GOZ-Schubladisierung» nach wegweisend-entscheidender Aktivität der BDK-Bundesvorsitzenden

Nach der für die CSU so verlustreichen Landtagswahl hatte der damalige Ministerpräsident Beckstein sein Herz ausgeschüttet. "Wenn ihm etwas das Leben vergällt habe, dann gehöre dazu die Gesundheitspolitik - sprich die Ärzteproblematik." Becksteins Nachfolger Horst Seehofer ergeht es derzeit nicht besser ... (Südd.Zeitung).
Nur ein maßgebliches Beispiel von vielen aus der BDK-Vorstandsarbeit:
Anfang März 2008 hatten die BDK-BV um einen Termin bei der Bayerischen Staatsregierung gebeten und waren in der ersten Mai-Woche 2008 zum dokumentierten Vortrag in die Bayerische Staatskanzlei geladen worden (scroll down please).
Appell der BDK-Vorsitzenden Dr. Mindermann und Prof.Dr.Dr. Scherer in der Bayerischen Staatskanzlei u.a.: Prüfung, wie weit ein GOZ-Referentenentwurf in die Wochen vor einer Schicksalswahl passe (Vorgabe: CSU 49 + X%). Die Kieferorthopäden konnten sich in der Staatskanzlei verabschieden mit dem Gefühl, dass ihre dargestellten Folgeszenarios ausgesprochen subtil und aufmerksam wahrgenommen worden waren (z.B. Auswirkungen auf Stimmungsbarometer und Wähler in betroffenen Kreisen von Versicherten und Beihilfeempfängern). Am Folgetag beim Frühjahrsempfang von BZÄK und KZBV in Berlin, im Reichstag, kündigte die BMG-Staatssekretärin Frau Caspers-Merk zwar noch entschieden den Referentenentwurf für Juli 2008 an (weil derartiges nun mal gerne für Sommerferien / Sommerpausen terminiert wird), mit ihrem persönlichen Kommentar "in 2009 spreche ich nicht mehr über die GOZ-neu". Die anwesende Kieferorthopäden-Delegation vom Vortage in der Staatskanzlei durfte gleichwohl und stille schweigend bereits andere Verläufe kommen sehen, die nun mittlerweile eingetreten sind.
Tatsächlich wurde der Referentenentwurf dann auch zurückgehalten und zwar bis Anfang Oktober 2008, nur Tage nach der denkwürdigen Bayernwahl.
Dieser mehrmonatige Aufschub war Schlüssel und Voraussetzung dafür, dass die GOZ-neu-Diskussion als unpopuläres und sperriges Thema noch weiter, bis in den Wahlkampf des gegenwärtigen Superwahljahres ragen konnte.


Entgegen einer zwar respektabel-wichtigen, doch einzelnen Journalisten-Stimme (= Nicht-GOZ-User) in dieser Woche wird die Zukunft eben nicht zeigen, ob Akzeptanz und schlichte Umsetzung des aktuell immer noch gehandelten GOZ-Entwurfes durch die Zahnärzteschaft vorzuziehen gewesen wäre. Fest steht vielmehr: Bis heute bedauert kein einziger zahnärztlicher oder kieferorthopädischer Praktiker den Aufschub und eine so genannte «Schubladisierung» der GOZ-neu ganz das Gegenteil entspricht dem Votum und der Stimmung unserer fachzahnärztlich-kieferorthopädischen Basis!

 
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