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Was ist eigentlich mit der HOK, der HOZ? - Die HOK bewegt (sich) weiter.

Im November 2008 hatte die Vollversammlung der BLZK einstimmig beschlossen, dass der PROGNOS-Mindest-Stundensatz von 202,80 € (3,xx €/min) - weil unzumutbar - auf 305,47 €/Stunde (=5,09 €/min) zu berichtigen sei.
Das Bayerische Zahnärzteblatt (BZB) titelte seinerzeit Einig im Ziel – streitig auf dem Weg und berichtete: Kontrovers wurde das Verhalten der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in den Gesprächen über eine neue Gebührenordnung mit dem Bundesgesundheitsministerium diskutiert. Vor allem der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns, Dr. Janusz Rat, erneuerte seine Kritik am Verhandlungsstil der BZÄK. Dem trat der Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Michael Schwarz, energisch entgegen. Mit der Vorlage einer Honorarordnung für Zahnärzte – kurz HOZ – habe die BZÄK ihre Kompetenz unter Beweis gestellt.
Kaum gesagt, hinterfragte Dr. Jürgen Marbaise die Rahmendaten, die der HOZ zugrunde gelegt worden waren, ergänzt um die Kritik von Dr. Rolf-Jürgen Löffler hinsichtlich der Auswahl des wissenschaftlichen Instituts (PROGNOS), welches die betriebswirtschaftlichen Parameter für die neue Honorarordnung im Jahr 2004 erhoben hatte.
Anlässlich der BZÄK-Bundesversammlung kürzlich, am 06./07. Nov. 2009, wurde u.a. als Antrag eingebracht.
Der von der Bundesregierung vorgelegte Referentenentwurf zur GOZ 2009 zeigt, dass die Bundesregierung dazu nicht willens und in der Lage ist:
Zum Beispiel:
- sind die Honorare nicht nach betriebswirtschaftlichen Kriterien kalkuliert,
- folgen die Gebührenpositionen nicht den Inhalten der wissenschaftlichen Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahnheilkunde,
- ist die „Öffnungsklausel“ grundgesetz- und europarechtswidrig,
- ist die Verankerung der Mehrkostenregelung des SGB V in der GOZ fachlich und rechtssystematisch mehr als zweifelhaft.
Der Verordnungsgeber ist auch nicht nur seiner Verpflichtung zur Angleichung des Punktwertes der staatlichen Gebührenordnung an die wirtschaftliche Entwicklung mehr als 20 Jahre nicht nachgekommen, sondern hat es überdies versäumt, die Gebührenordnung den medizinisch- fachlichen Veränderungen anzupassen....
Und jetzt kommt's:
Das Recht zum Erlass einer Gebührentaxe als Rahmenempfehlung gehört in die Hände des Berufsstandes – entweder nach dem Vorbild der Schweiz (SSO) oder Österreich (autonome Honorarrichtlinie). Eine Grundlage liegt mit der HOZ bereits vor.

 
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